23.04.2026
Exkursion (halber Tag)
Ort: Ein Privatwald in Rehlingen-Siersburg, Michael Klein
Themen: Überwiegend Laubholz Bestände, Douglasien, Sukzessionsflächen, interessante Steilhänge u.a. mit Folgen der Hochwasser der letzten Jahre.
27.05.2026 – 29.05.2026
Exkursion
Orte: Lorch am Main, Steigerwald und Hassberge
Ablauf und Thema:
3.Tag: Vormittag Hassberge Uni Wald Sailershausen. Nachmittags Rückreise
Leitung: Michael Neuner, Ulrich Mergner, verschiedene Revierleiter/in
Exkursion
Ziel: La-Roche-en-Ardenne (Belgien)
Thema: Von Eichen-Naturverjüngungen bis Dimensionierungen zusätzlich verschiedene Mischbaumarten. Auf Versuchsflächen: Eindrucksvolle Beispiele zu Wertholzerzeugung mit Birken
Leitung: José Layon; Frau Dr. Heloise Duboi
(Interessenten aus Rheinland/Pfalz oder NRW willkommen – kurz anmelden)
27.08.2026
Exkursion
Ort: Ortenau
Thema: Dauerwald im Schwarzwald: Mischbestände mit 20 Baumarten – verschiedene Bestände mit 800 Vfm und mehr, Wertholzkonzepte – Laubwald, u.a. Edelkastanien. Naturverjüngung kein Problem, da die Bejagung konsequent erfolgt ist. Besonderheit: Die größten Douglasien in Deutschland.
Leitung: Peter Schmederer
22.10. 2026
Exkursion halber Tag
Ort: Saarkohlenwald
Thema: Naturwaldzelle, Waldgeschichte
Im Rahmen des „Waldgebiet des Jahres – Saarkohlenwald“ besuchen wir einen uralten Buchenwald, mit 240 Jahren zwar in der Zerfallsphase – aber die Natur geht weiter (Referenzfläche Naturwaldzelle Heidhübel).
Leitung: Erich Fritz, Jörn Wallacher
Hinweis: Zu jeder Veranstaltung versenden wir vorher eine Einladung, u.a. Treffpunkte, Beginn, Anmeldungen, evtl. auch Veränderungen, usw.
Am 17. April fand unsere Vortragsveranstaltung im Jagdschloss Karlsbrunn statt. Der Saal in dem ehemaligen Forstamt „Warndt“ war voll besetzt – ein Beleg, dass das Thema von großem Interesse ist.
Frau Dr. Müller, eine Wissenschaftlerin bei der „Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft Rheinland-Pfalz“, erklärte zunächst die Entwicklung und die Folgen des Klimawandels auf die Niederschläge. Auf der einen Seite ist mit weiteren Starkregen zu rechnen, gleichzeitig aber auch mit längere Trockenperioden im Sommer.
Diese Entwicklung kann nicht verhindert werden. Dennoch gibt es für den Wald Möglichkeiten, die Folgen abzuschwächen. Auf der einen Seite muss der Wald möglichst naturnah bewirtschaftet werden – also genau so, wie die ANW-Grundsätze definiert sind. Ergänzend gibt es Möglichkeiten, mit der Waldinfrastruktur den Wasserabfluss zu steuern und gleichzeitig möglichst viel Niederschlagswasser im Wald zu belassen.
Die Präsentation (Link s. unten) war sehr wissenschaftlich fundiert. Aber Frau Müller ist es gelungen, die schwierige Materie verständlich zu übermitteln.
Auf der anschließenden Exkursion konnte Marcel Kiefer in seinem Revier anschauliche Beispiele vorführen, wie er mit überschaubarem Aufwand einige Anregungen aus dem Vortrag bereits realisiert hat.
Am 13. Oktober diesen Jahres veranstaltete die ANW-Saar eine Exkursion in das Saarforst Revier Losheim. Im Revierteil „Lückner“ wurde den Exkursionsteilnehmern unter Führung des dortigen Revierbeamten Jörg Thielmann vor Augen geführt was man mit konsequenter Schalenwildbejagung und zielgerichteter Pflege der auflaufenden Naturverjüngung für vielfältige und reich strukturierte Waldbilder erreichen kann. Die ANWler waren sich einig, dass solche Sukzessionen mit bis zu zehn verschiedenen Baumarten einer von vielen Bausteinen für einen klimaresilienten Wald darstellen. In direkter Nachbarschaft zum bewirtschafteten Staatswald liegt die Naturwaldzelle Geisweiler-Weiher. In der Naturwaldzelle findet auf einer Fläche von 64,80ha keine Bewirtschaftung mehr statt. Diese Waldfläche dient in ihrer ungestörten biologischen Entwicklung als forstliche Dauerversuchsfläche der Erforschung der Lebensvorgänge in ungestörten Waldökosystemen sowie Zwecken des Arten- und Biotopschutzes, insbesondere für Algen, Moose, Flechten, Pilze, Farne sowie Alt- und Totholz bewohnende Vögel, Kleinsäuger und Insekten. Anschaulich führte Erich Fritz die Teilnehmer durch die Naturwaldzelle und machte Angaben zu Vorräten, naturschutzfachlichen Zusammenhängen und dem im Klimawandel wichtigen Thema „Waldinnenklima“ . Der dritte Exkursionspunkt befasste sich mit dem Thema Wasser im Wald. Unter Leitung eines Limnologen erforschten die Exkursionsteilnehmer den Erlenbruch, welcher den Geisweiler-Weiher speist. Alle Teilnehmer waren fasziniert was sich alles an Kleinstlebewesen finden ließ und wie sensibel ein solcher Sonderstandort ist. Nach einer abschließenden Wanderung um den Geisweiler-Weiher konnten alle Teilnehmer sich noch einen Eindruck von dem wunderschönen Waldgebiet „Lückner“ machen bevor man sich von einander verabschiedete.

Am 17. September 2023 hatte der SaarForst Landesbetrieb zum „Tag des Waldes“ eine besondere Einladung ausgesprochen. Alle saarländischen Verbände, die sich dem saarländischen Wald verpflichtet fühlten waren eingeladen, sich dem interessierten Publikum zu präsentieren und dabei Ihre Sicht auf den Wald deutlich zu machen. Für Kinder und Jugendliche konnten die einzelnen Akteure dann ein Quiz durchführen, dessen Ergebnis auf Laufzetteln festgehalten wurde und das dann später zur Teilnahme an der Verlosung von Preisen berechtigte. Neben Naturschutzverbänden, Waldbesitzern und SaarForst selbst war auch die ANW Saar vertreten. Unser Quiz zeigte die Thematik „Wildverbiss“ an jungen Forstbäumen. Erfreulich lebhaft war die Teilnahme am Quiz, für Jüngere und Ältere.
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Die ANW im Saarland formierte sich Ende der 1980 er Jahre. Die Geschichte der ANW begann zwar auf Bundesebene wesentlich früher (1950). Es handelte sich jedoch um einen sehr kleinen Kreis von Förstern und Privatwaldbesitzern. In den Bundesländern, insbesondere durch die Positionierung der Staatsforstbetriebe wurde das Konzept der naturnahen Waldwirtschaft argwöhnisch betrachtet und war nicht akzeptiert.
Im Saarland wurde zwar überwiegend der Laubholzdominierte Wald präferiert, insbes. die Eiche. Der Umbau von Buchenbestände in die Eiche erfolgte aber ausschließlich im Kahlschlag, Buchenverjüngung im klassischen Großschirmschlag oder in Pflanzung. Der Einsatz von Chemie war an der Tagesordnung.