Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft Saar e.V.

 

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  Aktuelles

14.05.2020  bis 16.05.2020 ANW Bundestagung 2020

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

Die nächste Bundestagung findet vom 14.05 - 16.05.2020 in Bergheim/ NRW unter dem Motto: "...auf weitere 100 Jahre Dauerwald" statt.

Exkursionen:

Die Basisexkursion wird im Pro Silva Beispielrevier Knechtsteden (ganztägig) stattfinden.

Weitere Exkursionen werden im Stadtwald Rheinbach, den Privatwäldern von Graf Nesselrode (Mechernich) und Baron von Loe (Adendorf), sowie in die Reviere Schnorrenberg und Villeseen des Regionalforstamtes Rhein-Sieg-Erft (jeweils halbtägig mit Wechsel) geführt werden.

Erstmalig wird die Anmeldung zur BT 2020 überwiegend elektronisch abgewickelt.

Informationen zur Bundestagung 2020 stehen auf der Homepage der Bundes-ANW unter folgendem link bereit:

Infos zur Bundestagung 2020

Hier geht es direkt zum Anmeldeformular

14.11.2019

BioWild-Projekt - Halbzeitveranstaltung

Im Rahmen einer Feierstunde wird das „BioWild-Projekt“ durch die Fachjury der UN-Dekade Biologische Vielfalt im Beisein von Führungspersönlichkeiten des BfN ausgezeichnet.

Im Anschluss werden die Wissenschaftler der Universitäten Dresden, Göttingen und München erste Ergebnisse des BioWild-Projektes nach drei Jahren Forschung präsentieren.

Termin: Donnerstag, 14. November 2019, 16:30
Ort: Landhotel Saarschleife
Cloefstraße 44
66693 Orscholz
Tel.: +49 (0) 6865 / 179 0
Fax: +49 (0) 6865 / 179 30

Anfahrt

Programm und Anmeldung

01.01.2017

ANW-Weißtannenoffensive

Weitere Informationen zur Weißtannenoffensive der ANW erhalten Sie hier


Am 22.10.2019 fand im Forstamt Westrich die Informationsveranstaltung der ANW-Weißtannenoffensive mit interessanten Fachvorträgen statt:



- Herr Franz-Josef Risse (Leiter Geschäftsbereich Zentrale Holzbereitstellung an der Forstdirektion Tübingen-Bebenhausen) „Chancen und Risiken der Weißtanne (Abies alba) Erfahrungen aus Baden-Württemberg.“
-Herr Stephan Schusser (Forstbezirksleiter im Forstbezirk Eibenstock, Freistaat Sachsen) „Etablierung von Weißtanne im Forstbezirk Eibenstock / Freistaat Sachsen Ausgangslage-Motivation-Strategien.“
-N. N. (Arbeitsgemeinschaft der Rohholzverbraucher e. V.) „Möglichkeiten der Vermarktung und Verwendung von Weißtannenholz.“

Unter der Führung von Forstamtsleiter Theo Ringeisen und den jeweils zuständigen Revierleitern/innen wurden die Exkursionsteilnehmern/innen am Nachmittag zu sehr interessanten Waldbildern geführt.

Weitere Informationen zur Veranstaltung auf der Seite der ANW-RLP

Vortrag von Herrn Stephan Schusser (Forstbezirksleiter im Forstbezirk Eibenstock, Freistaat Sachsen) „Etablierung von Weißtanne im Forstbezirk Eibenstock / Freistaat Sachsen Ausgangslage-Motivation-Strategien.“ zum Download"

17.03.2016

Pressemitteilung der Bundes-ANW zum Wald-Wild-Projekt

Pressemitteilung

Schmallenberg, den 7. Dezember 2015

Überhöhte Schalenwildbestände – ein Hindernis auf dem Weg zum klimastabilen Mischwald.
Der Klimawandel führt schleichend, manchmal durch besonders heftige Stürme auch ganz plötzlich zu einer Destabilisierung des deutschen Waldes – Buchenkomplexkrankheit, Eichensterben, Eschentriebsterben, Douglasienschütte sind nur einige Indizien.
Dieser Risikosteigerung des Waldverlustes kann man nur begegnen durch den Aufbau von Mischwäldern. Dieses Ziel wird von der Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft (ANW) seit Jahrzehnten propagiert und in der Praxis verfolgt. Es wird jedoch auf der überwiegenden Waldfläche Deutschlands zunichte gemacht durch überhöhte Schalenwildbestände. Sie fressen große Teile der natürlich möglichen oder vom Menschen gepflanzten Mischungen wieder auf. Das Ergebnis sind dann mehr oder weniger homogene Monokulturen.
„Wenn wir verantwortlich und nachhaltig zukunftsfähigen Wald entwickeln wollen, kann das so nicht weitergehen!“ So der Bundesvorsitzende der ANW, Hans von der Goltz.
Wir brauchen objektive Maßstäbe zur Beurteilung der Frage: „Ist Wald und Wild in einer ausgewogenen Balance oder nicht?“
Um diese Frage zu klären, hat die ANW mit ihren wissenschaftlichen Partnern der Universität München, Dresden und Göttingen das Forschungsprojekt „Biodiversität und Schalenwildmanagement in Wirtschaftswäldern“ auf den Weg gebracht. Der Förderantrag hat ein Volumen von 2,6 Mio. €. Hiervon stellt das Bundesamt für Naturschutz (BfN) knapp 2 Mio. € Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Biologische Vielfalt“ zur Verfügung.
In 5 Pilotregionen mit einer Gesamtfläche von ca. 25.000 ha in Baden-Württemberg, dem Saarland, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Nordrhein-Westfalen werden wir in den nächsten 6 Jahren anhand des Zustandes der Vegetation versuchen, Kriterien für die Beantwortung der Balancefrage zu entwickeln, ökologische und ökonomische Konsequenzen der jeweiligen Situation bewerten und Tipps zur Problemlösung erarbeiten. Der Erfolg hängt maßgeblich von einer Entwicklung des Bewusstseins der verantwortlichen Akteure „Waldbesitzer“ und „Jäger“ ab. Daher werden die Pilotregionen mit ihren wissenschaftlichen Daten intensiv als Anschauungsobjekte für Interessierte angeboten.
Abschließend der Bundesvorsitzende der ANW: „Wir wollen keinen Schuldigen für ggf. vorhandene Missstände suchen, sondern Bewusstsein entwickeln für gemeinsam wahrzunehmende Verantwortung, Verantwortung für zukunftsfähigen nachhaltigen Mischwald mit Wild!“
Verfasser: Hans von der Goltz, Bundesvorsitzender der ANW und Projektleiter

15.09.2015  bis 14.09.2021

Biowildprojekt - Pilotregion Saarland

Biodiversität und Schalenwildmanagement in Wirtschaftswäldern - Region Saarland

Das WaldWild-Projekt wird gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums. Mittels eines Verbundprojektes zwischen der Universität Göttingen und den Technischen Universitäten Dresden und München sowie der ANW (Arbeitsgemeinschaft naturgemäße Waldwirtschaft e.V.) als Projektkoordinator soll die im Folgenden erörterte Problematik im Förderzeitraum vom 15.09.2015 bis 14.09.2021 analysiert und bundesweite Konzepte zur Bewältigung dieser Thematik erarbeitet werden.

Überhöhte Schalenwildbestände führen zu einer unnatürlichen Entmischung der Pflanzengesellschaften und daraus resultierend zur Destabilisierung von Waldökosystemen und möglicherweise zum Verlust waldspezifischer biologischer Vielfalt. Um Möglichkeiten zur zukünftigen Sicherung der von gemischten Wäldern in besonderem Maße ausgehenden Ökosystemdienstleistungen zu finden, sollen in 5 Pilotregionen Deutschlands neue Strategien zur Herstellung einer Balance zwischen natürlicher Vegetation und Wildbesatz erprobt werden. Dabei werden jagdliche Maßnahmen durch eine intensive Kommunikation mit den in der Fläche wirkenden Akteuren (Waldbesitzer / Jagdausübungsberechtigte) begleitet. Vegetationskundliche und wildökologische Verhältnisse werden vor und nach der Umstellung der jagdlichen Aktivitäten durch ein wissenschaftlich fundiertes Monitoring erfasst. Gleiches gilt für die Analyse von Wildeinflüssen, für die die im Auftrag des Deutschen Forstwirtschaftsrates entwickelte „Konvention zur Erfassung und Bewertung von Wildschäden“ (Vegetationsgutachten) erstmals im Praxistest zum Einsatz kommt. Sie soll, ggf. nach Anpassung, zukünftig bundesweit als einheitliche Grundlage zur Erfassung der Wald-Wild-Situation angeboten werden. Erstmalig sollen damit vegetationsökologische, wildbiologische, waldschutzseitige, volks- und betriebswirtschaftliche Folgen eines veränderten Schalenwildmanagements auf repräsentativen Standorten integrierend untersucht werden, um quantitative Bewertungsmöglichkeiten für die lokale Biodiversität aufzuzeigen. Die 5 Pilotregionen sollen als Anschauungsobjekte beispielhaft die Möglichkeiten steuernder menschlicher Einflussnahme auf die Biodiversität und Nachhaltigkeit der Verfügbarkeit von Ökosystemdienstleistungen von Wäldern deutlich machen. Die Ergebnisse des Projekts werden in den Pilotregionen als allgemein verständliche Demonstrationsobjekte aufbereitet und als Exkursionsziele der Allgemeinheit nahegebracht.


Hier geht es zur Biowild-Homepage mit weiteren Informationen

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