Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft Saar e.V.

 

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  Aktuelles

04.09.2019  bis 07.09.2019

Jahresexkursion 2019

Französischer Jura

vom 4.-7. September findet die Jahresexkursion der ANW-Saar in das landschaftlich sehr reizvolle

französische Jura statt.

Alle Interessierten sind zur Teilnahme herzlich eingeladen.

Das Exkursionsprogramm, sowie weitere Details zur Fahrt und zur Anmeldung finden Sie in den Ausschreibungsunterlagen.

01.09.2019

Wanderung mit dem Förster in den Wald am Rastpfuhl zum Naturfreundehaus

  Terminankündigung: Sonntag, der 1. September um 10:00 Uhr bis 12:30 Uhr

Veranstalter: Forstverein Rheinland-Pfalz-Saarland und Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft

Am Sonntag den 1. September bieten der Forstverein Rheinland-Pfalz-Saarland und die Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft Saar mit dem Förster Urban Backes eine Wanderung in den Wald am Rastpfuhl mit Schlussrast beim Naturfreundehaus an. Förster Backes wird an verschiedenen Orten die Vielfältigkeit des Waldes und der naturnahen Waldbewirtschaftung vorstellen. Bei dieser Wanderung wird auch über die aktuellen Fragen der Klimaproblematik mit Borkenkäferkalamität bei den Fichten, die Gesundheit der Buchen und über die Möglichkeiten einer zukunftsfähigen Wiederbewaldung informiert werden.
Treffpunkt für die Wanderung ist um 10:00 Uhr am Waldeingang „Am Gilbenkopf“. Anfahrt per Stadtbahn bis 'Siedlerheim', Rückfahrt ab 'Heinrichshaus' möglich. Die Wanderung bis zum Naturfreundehaus (Schlussrast) dauert ungefähr 2,5 Stunden.
Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung per Tel. 06898/81924 (AB) oder per Mail an joern.wallacher@posteo.de gebeten.
Alle Freunde des Waldes sind herzlich zu dieser Wanderung eingeladen.
22.08.2019

Exkursion in das Revier Quierschied

  Am 22. August 13:30 Uhr
Treffpunkt: Parkplatz vor der Reha-Klinik Quierschied (Karte)

Das sog. Prozessschutzrevier war schön öfters Ziel unserer Exkursionen. In diesem Jahr wollen wir die Entwicklung von Probeflächen innerhalb der Naturwaldzelle Hölzerbachtal nachvollziehen. Wir werden die gleichen Punkte anlaufen, wie im Jahr 2007,
(s. Anhang) nur haben wir jetzt aktuelle Daten; unserer Forstplanung sei jetzt schon gedankt.
Zusätzlich besuchen wir auch den „normalen Wirtschaftswald“, wo uns der Revierleiter Roland Wirtz zeigt, wie er sich die Holznutzung in Quierschied vorstellt. Sein Ansatz dürfte in einer Zeit, die es erfordert, mit dem Wald behutsam umzugehen, interessant sein.

Exkursionsführer 2019 zum Download



01.01.2017

Weißtannenoffensive der ANW-Saar

Weitere Informationen zur Weißtannenoffensive der ANW erhalten Sie hier

17.03.2016 Pressemitteilung der Bundes-ANW zum Wald-Wild-Projekt

Pressemitteilung

Schmallenberg, den 7. Dezember 2015

Überhöhte Schalenwildbestände – ein Hindernis auf dem Weg zum klimastabilen Mischwald.
Der Klimawandel führt schleichend, manchmal durch besonders heftige Stürme auch ganz plötzlich zu einer Destabilisierung des deutschen Waldes – Buchenkomplexkrankheit, Eichensterben, Eschentriebsterben, Douglasienschütte sind nur einige Indizien.
Dieser Risikosteigerung des Waldverlustes kann man nur begegnen durch den Aufbau von Mischwäldern. Dieses Ziel wird von der Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft (ANW) seit Jahrzehnten propagiert und in der Praxis verfolgt. Es wird jedoch auf der überwiegenden Waldfläche Deutschlands zunichte gemacht durch überhöhte Schalenwildbestände. Sie fressen große Teile der natürlich möglichen oder vom Menschen gepflanzten Mischungen wieder auf. Das Ergebnis sind dann mehr oder weniger homogene Monokulturen.
„Wenn wir verantwortlich und nachhaltig zukunftsfähigen Wald entwickeln wollen, kann das so nicht weitergehen!“ So der Bundesvorsitzende der ANW, Hans von der Goltz.
Wir brauchen objektive Maßstäbe zur Beurteilung der Frage: „Ist Wald und Wild in einer ausgewogenen Balance oder nicht?“
Um diese Frage zu klären, hat die ANW mit ihren wissenschaftlichen Partnern der Universität München, Dresden und Göttingen das Forschungsprojekt „Biodiversität und Schalenwildmanagement in Wirtschaftswäldern“ auf den Weg gebracht. Der Förderantrag hat ein Volumen von 2,6 Mio. €. Hiervon stellt das Bundesamt für Naturschutz (BfN) knapp 2 Mio. € Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Biologische Vielfalt“ zur Verfügung.
In 5 Pilotregionen mit einer Gesamtfläche von ca. 25.000 ha in Baden-Württemberg, dem Saarland, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Nordrhein-Westfalen werden wir in den nächsten 6 Jahren anhand des Zustandes der Vegetation versuchen, Kriterien für die Beantwortung der Balancefrage zu entwickeln, ökologische und ökonomische Konsequenzen der jeweiligen Situation bewerten und Tipps zur Problemlösung erarbeiten. Der Erfolg hängt maßgeblich von einer Entwicklung des Bewusstseins der verantwortlichen Akteure „Waldbesitzer“ und „Jäger“ ab. Daher werden die Pilotregionen mit ihren wissenschaftlichen Daten intensiv als Anschauungsobjekte für Interessierte angeboten.
Abschließend der Bundesvorsitzende der ANW: „Wir wollen keinen Schuldigen für ggf. vorhandene Missstände suchen, sondern Bewusstsein entwickeln für gemeinsam wahrzunehmende Verantwortung, Verantwortung für zukunftsfähigen nachhaltigen Mischwald mit Wild!“
Verfasser: Hans von der Goltz, Bundesvorsitzender der ANW und Projektleiter

15.09.2015  bis 14.09.2021

Biodiversität und Schalenwildmanagement in Wirtschaftswäldern - Region SaarlandKurzbeschreibung des BioWild-Projektes

Das WaldWild-Projekt wird gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums. Mittels eines Verbundprojektes zwischen der Universität Göttingen und den Technischen Universitäten Dresden und München sowie der ANW (Arbeitsgemeinschaft naturgemäße Waldwirtschaft e.V.) als Projektkoordinator soll die im Folgenden erörterte Problematik im Förderzeitraum vom 15.09.2015 bis 14.09.2021 analysiert und bundesweite Konzepte zur Bewältigung dieser Thematik erarbeitet werden.

Überhöhte Schalenwildbestände führen zu einer unnatürlichen Entmischung der Pflanzengesellschaften und daraus resultierend zur Destabilisierung von Waldökosystemen und möglicherweise zum Verlust waldspezifischer biologischer Vielfalt. Um Möglichkeiten zur zukünftigen Sicherung der von gemischten Wäldern in besonderem Maße ausgehenden Ökosystemdienstleistungen zu finden, sollen in 5 Pilotregionen Deutschlands neue Strategien zur Herstellung einer Balance zwischen natürlicher Vegetation und Wildbesatz erprobt werden. Dabei werden jagdliche Maßnahmen durch eine intensive Kommunikation mit den in der Fläche wirkenden Akteuren (Waldbesitzer / Jagdausübungsberechtigte) begleitet. Vegetationskundliche und wildökologische Verhältnisse werden vor und nach der Umstellung der jagdlichen Aktivitäten durch ein wissenschaftlich fundiertes Monitoring erfasst. Gleiches gilt für die Analyse von Wildeinflüssen, für die die im Auftrag des Deutschen Forstwirtschaftsrates entwickelte „Konvention zur Erfassung und Bewertung von Wildschäden“ (Vegetationsgutachten) erstmals im Praxistest zum Einsatz kommt. Sie soll, ggf. nach Anpassung, zukünftig bundesweit als einheitliche Grundlage zur Erfassung der Wald-Wild-Situation angeboten werden. Erstmalig sollen damit vegetationsökologische, wildbiologische, waldschutzseitige, volks- und betriebswirtschaftliche Folgen eines veränderten Schalenwildmanagements auf repräsentativen Standorten integrierend untersucht werden, um quantitative Bewertungsmöglichkeiten für die lokale Biodiversität aufzuzeigen. Die 5 Pilotregionen sollen als Anschauungsobjekte beispielhaft die Möglichkeiten steuernder menschlicher Einflussnahme auf die Biodiversität und Nachhaltigkeit der Verfügbarkeit von Ökosystemdienstleistungen von Wäldern deutlich machen. Die Ergebnisse des Projekts werden in den Pilotregionen als allgemein verständliche Demonstrationsobjekte aufbereitet und als Exkursionsziele der Allgemeinheit nahegebracht.


Hier geht es zur Biowild-Homepage mit weiteren Informationen

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